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Geschichte der Gemeinde
Pittenhart: |
Der Name Pittenhart (Bidenhardt) stammt vermutlich von dem Aribonen
Boto oder Buto, einem Bruder von Aribo II., der um 1070 als Mitgründer
des Klosters in Millstatt gilt und wegen seiner Körpergröße und
Heldentaten in den Ungarnkriegen in des Volkes Munde war.
Man kann aber auch den keltischen Wassergott Bid als Wortwurzel
hernehmen, der im Pittenharter Römerstein vom Jahre 219 n. Chr. als
Sanctus Bedaius erscheint. Der Römerstein war bis 1808 an der Südseite
der Kirche angebracht.
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Mit der durchziehenden sogenannten "Güldenen Salzstraße" hat die
Landschaft einen der ältesten Fernwege als Anschluss an die
mittelalterliche Welt. So ist es nicht verwunderlich, das ein Kranz von
frühgeschichtlichen Fundstellen die Gegend umgibt. Es wird in Oberbrunn
ein kleines Römerkastell auf dem jetzigen Schlosshügel vermutet. Das
Kastell ist nicht nachweisbar, jedoch lässt die Römersäule im
Kellergewölbe des Schlosses auf eine Besie-delung in der Römerzeit
schließen.
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924 |
Erste Erwähnung des Ortsteiles Oberbrunn "Brunn" im Salzburger
Urkundenbuch.
Der Edelfreie Eginolf und sein Bruder Walther vertauschten mit ihrem
Verwandten Erzbischof Odalbert von Salzburg ihren Besitz zu Brunn gegen
einen Hof in Ernsdorf bei Prien.
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| 1195 |
Eine erste Kirche in Pittenhart wird urkundlich erwähnt, als Erzbischof
Adalbert III. die Pfarrei Obing auf einer Synode zu Laufen mit allen
Zugehörungen an den Abt Alban von Seeon übergab. Zur Pfarrei Obing
zählten u.a. die pfarrlichen Rechte zu Pittenhart, Eschenau,
Diepoldsberg und die Schloßkapelle zu Oberbrunn.
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1428 | Neuerrichtung der Nikolauskirche aus Stein. Die
alte Kirche war überwiegend aus Holz gebaut.
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| 1530 |
Aus einem wohl aribonischen Besitz des 10. Jahrhunderts in Oberbrunn,
der sich im Spätmittelalter als Gutshof herzoglich bayerischer Beamter
darstellt, wurde um 1530 ein Edelsitz. Am Platz dieses Gutshofes
entstand um 1530/35 ein Schloss, das gleichzeitig Zentrum einer
adeligen Hofmark wurde, die alle Anwesen des Dorfes Oberbrunn
einschloss.
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1618 - 1648 |
Im 30-jährigen Krieg kamen die Schweden zwar nicht über den Inn, doch
drückte die Abgabe der Schwedensteuer stark und die spanischen Truppen
brachten die Pest.
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| ab 1700 | In diesen Jahren verbreiteten die Panduren im
Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges viel Schrecken und Nöte.
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Um 1800 |
hatte die Gegend unter den durchziehenden napoleonischen Truppen zu
leiden. Nur der Ort Aindorf blieb verschont. Zum Dank bauten die
Aindorfer 1820 eine Kapelle.
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| 1803 |
Die Säkularisation brachte den umliegenden Klöstern Seeon, Baumburg,
Herren- und Frauenchiemsee die Auflösung. Als Folge entstand die
Pfarrei Pittenhart. Diese wurde verwaltungsmäßig dem Erzbistum
München-Freising zugeteilt.
Die Eschenauer und Diepoldsberger, sogar die Albertaicher Kirche wurden
für entbehrlich erklärt. Aus den Bausteinen in Eschenau erbaute man den
Pfarrhof in Pittenhart. Die Albertaicher und Diepoldsberger
verhinderten den Abriß ihrer Kirchen.
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1809 |
Mit der Gründung der Pfarrei war auch eine Schule möglich geworden. Das
Priesterhaus war an die Gemeinde übergegangen, die es als Schulraum
benutzte.
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| 1818 |
Es entsteht im Zuge der Schaffung des bayerischen Zentralstaates mit
der Verwaltungsreform durch Minister Montgelas die staatliche
selbständige Gemeinde Pittenhart, deckungsgleich mit der Pfarrei.
Da sich die Hofmark Oberbrunn wegen der geringen Ausdehnung nicht als
Gemeinde eignet, wird sie der Gemeinde Pittenhart zugeschlagen.
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1846 - 1848 |
Die Kirche in Pittenhart wird erweitert. Dieser Erweiterungsbau kam
einer Neuerrichtung als Saalraum mit gedrückter Stichkappentonne und
Erweiterung nach Westen und Norden gleich. Von der alten Kirche blieben
nur das Presbyterium, der Turm und die Grundmauern erhalten.
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| 1903 | Neubau eines Schulgebäudes mit 2 Schulräumen und
Zimmer für die Lehrer an der Kreuzung Eggstätter Straße / Rosenheimer
Straße.
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1908 | Einweihung der Bahnstrecke von Bad Endorf nach
Obing mit Anbindung von Aindorf und Pittenhart-Bahnhof.
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| 1959 |
Erweiterung der Schule in Pittenhart. Es sind jetzt 4 Schulsäle, ein
Werkraum und eine Schulküche vorhanden. Außerdem sind 2 Dienstwohnungen
für die Lehrer entstanden.
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1978 |
Zusammenschluß der Gemeinde Pittenhart mit den Gemeinden Obing und
Kienberg zu einer Verwaltungsgemeinschaft. Die Selbständigkeit der
Gemeinde konnte erhalten bleiben. |